Wenn die Lerngruppe 6a auf Reisen geht, ist eines sicher: Langweilig wird es nicht! Mit dem Zug rollten wir gut gelaunt nach Karlsruhe. Die Stimmung war bestens, die Rucksäcke prall gefüllt und die Vorfreude mindestens genauso groß wie der Appetit auf das Picknick.
Unser erster Stopp führte uns ins Karlsruher Schloss. Vor prunkvoller Schlossfassade und goldenem Balkon tauchten wir in vergangene Zeiten ein. Manche fühlten sich schon fast wie Prinzen und Prinzessinnen – andere eher wie Hofnarren. Ob sich die Markgrafen damals wohl auch so auf ihren nächsten Programmpunkt gefreut haben?
Den hatten wir nämlich schon fest im Blick: Schlossgarten und Botanischer Garten. Doch genau dort machte uns der Sturm einen Strich durch die Rechnung. Wegen herumliegendem Sturmholz blieb der Park geschlossen. Die Natur hatte offenbar beschlossen: Heute keine Besucher! Na gut! Plan B musste her! Zum Glück besitzt die 6a eine echte Superkraft – spontanes Umplanen! Also wurde der Abenteuerspielplatz kurzerhand zu unserem neuen Königreich. Dort wurde geklettert, gerutscht, balanciert und gelacht. Beim anschließenden Picknick stärkten wir uns für die nächsten Abenteuer. Und als wäre das nicht schon Überraschung genug, trafen wir dort auch noch viele ehemalige Klassenkameradinnen und Klassenkameraden, die inzwischen andere Schulen besuchen. Fast hätte man denken können, ganz Karlsruhe hätte einen Treffpunkt mit uns vereinbart. Der Spielplatz verwandelte sich kurzerhand in das vermutlich größte Klassentreffen Karlsruhes.
Anschließend besuchten wir das Museum für angewandte Kunst mit dem berühmten „Klötzleschloss“, ein detailreiches Miniaturmodell des Karlsruher Schlosses im Maßstab 1:34, erbaut aus rund 250.000 Klemmbausteinen, fast fünf Meter breit und etwa 1,6 Meter hoch. Die Parkseite des Klötzle-Schlosses ist offen, sodass auch das Innere des Gebäudes zu sehen ist.
Endlich kam der Programmpunkt, auf den einige vermutlich schon seit der Abfahrt gewartet hatten: Freizeit in der Innenstadt! Das Taschengeld wurde mit beeindruckender Geschwindigkeit in Eis, Bubble Tea, Süßigkeiten, Souvenirs und andere „unverzichtbare“ Dinge investiert. Bevor es wieder nach Hause ging, wartete noch die wohl erfrischendste Station des Tages: die Wasserspiele auf dem Marktplatz. Dort wurde dank der sommerlichen Temperaturen geplanscht und gelacht. Manche näherten sich vorsichtig, andere wurden überraschend von einer Wasserfontäne begrüßt. Ob Absicht oder nicht – trocken blieb jedenfalls nicht jeder.
Am Ende kehrten wir mit vielen neuen Eindrücken, jeder Menge lustiger Geschichten und ziemlich müden Beinen nach Hause zurück. Fazit: Auch wenn der Sturm unseren ursprünglichen Plan durcheinandergewirbelt hat, konnte er der 6a die gute Laune ganz bestimmt nicht wegwehen!